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Lektüre im Dezember 2019

Ganz schön viele Seiten hatte mein Lesemonat Dezember.

Begonnen habe ich mit "Heimatland", einer Essaysammlung, die von Kronprinzessin Mette Marit und Geir Gulliksen anlasslich der Frankfurter Buchmesse 2019 herausgegeben wurde. Alle Texte beschäftigen sich inhaltlich mit DEM Norwegischen und der Frage, woran sich ein solches Heimatgefühl festmachen lässt. Den Rahmen für die Texte bildet ein sehr interessantes Gespräch zwischen den Herausgebern, das als Vorwort vorangestellt ist. Da ich in diesem Jahr schon das ein oder andere, aus dem Norwegischen übersetzte Buch gelesen habe (hier gezeigt und rezensiert G. Gabrielsen "Die Einsamkeit der Seevögel" und L. Elstadt "Mittwoch also"), war dieser Band eine willkommene Möglichkeit für mich weitere Autoren kennenzulernen.

 

Weiter ging der Monat mit dem neuen historischen Kriminalroman "Unter Wölfen" von Alex Beer, dem Pseudonym der Autorin Daniela Larcher. Der Roman gehört nicht zur Reihe um August Emmerich und spielt nicht kurz nach dem ersten Weltkrieg wie diese, sondern 1942 in Nürnberg. Zwar ist der Fall bis zum Schluss spannend, alles in allem ist mir die ganze Geschichte aber zu glatt poliert und von zuvielen Zufällen und glücklichen Gegebenheiten durchsetzt um wirklich zu überzeugen.

 

Dann hatte ich das große Glück, dass ich über den Hashtag #weihnachtswunschmaschine von @buchundbrimborium, an "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky gekommen bin. Ein Buch, das seit der Empfehlung von @christina.liest auf meiner Wunschliste stand. Einen kurzen Text zum Buch wird in Kürze folgen.

 

Mein Monatshighlight schloss sich direkt an. Im Urlaub an der stürmischen See habe ich "Die Seefahrerin" von Catherine Poulain gelesen und bin völlig eingetaucht in die kalte, nasse, unwirtliche Atmosphäre auf einem kleinen Eiland in Alaska, wohin es die Protagonistin verschlägt, um vor ihrem bisherigen Leben zu fliehen und auf einem Fischtrawler anzuheuern. Auch zu diesem Buch werde ich in Kürze einen kleinen Leseeindruck online stellen.

 

Ein bisschen was fürs Herz gab es mit "Sag ihr, ich war bei den Sternen" von Dani Atkins. Das Buch hat mich völlig in den Bann gezogen und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Es ist kein anspruchsvoller Titel, aber ich habe mich dennoch gut unterhalten gefühlt. Allerdings würde ich immer "Das geheime Glück" von Julie Cohen vorziehen, das mich Anfang des Jahres so unfassbar begeistert hat.

 

"Die Tankstelle am Ende des Dorfes" von Lars Mytting konnte mich dann leider gar nicht überzeugen, aber ich bin auch kein Fan von Autos und Werkstätten. Wer allerdings Ahnung von alten Amerikanern hat und selbst schon mal in eine Motorhaube geblickt hat, wird das Buch vermutlich lieben.

 

"Rendezvous mit einem Oktopus" von Sy Montgomery und "Schneesturm" von Vladimir Sorokin haben sich schon mal vorsorglich mit aufs Bild geschlichen, weil bis zum Monatsende ja noch mehr als 24 Stunden Zeit sind. Ich verrate wohl nicht zuviel, wenn ich sage, dass der Oktopus sich schon sehr in mein Herz geschlichen hat und es eines der besten Bücher ist, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

 

Mehr Lesemonate gibt es hier.

Und wer noch mehr Rezensionen sucht, wird hier fündig werden.

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