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6 Romane, 3 Sachbücher und 1 Comic - Neuzugänge vom 30. Juli - 05. August 2018

Neuzugänge der Woche - diesmal ziemlich viele - 30. Juli - 05. August 2018

In der vergangenen Woche sind vergleichsweise viele wahnsinnig interessante Bücher neu bei mir eingezogen auf die ich mich sehr freue. Nicht nur Bücher für meinen Lesemonat August, den #WITmonth, den Women in Translation Month (dazu an anderer Stelle mehr), sondern auch Bücher zur Abkühlung bei der derzeitigen Hitze, zwei Sachbücher, ein Essay und eine Graphic Novel haben meinen Weg gekreuzt.
Die Leseauswahl-August, die auf dem Bild zu sehen ist, setzt sich zusammen aus drei Büchern, die schon länger in meinem Regal ungelesener Bücher standen, und drei Büchern, die in dieser Woche anlässlich des Themenmonats neu hinzugekommen sind.

Schon vor einer ganzen Weile bin ich auf  "Bilqiss" von Saphia Azzeddine aufmerksam geworden. Das Buch besticht nicht nur durch sein wunderschönes Cover sondern auch durch seinen Klappentext, der eine "...völlig unwahrscheinliche Geschichte einer freien Frau in einem islamischen Land" verspricht. Bisher habe ich nicht die Zeit gefunden, die dieses Buch sicher verdient. Das möchte ich in diesem Monat ändern.
Auch "Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee steht schon einige Zeit in meinem Regal. Ich bin durch "Das Mädchen, das in der Metro las" (Christine Féret-Fléury) auf den Roman aufmerksam geworden und war von dem Titel direkt angesprochen. Um meinen Leseeindruck nicht zu beeinflussen habe ich bisher vermieden mir die unzähligen existierenden Rezensionen anzusehen. Ich weiß also nicht mehr über den Roman als mir der Klappentext verrät. Demnach versetzt mich der Roman in die amerikanischen Südstaaten der 1930er Jahre... ich bin gespannt wohin mich die Handlung führt.
Siri Hustvedts "Die Leiden eines Amerikaners" stand bereits in meinem Regal, weil es auf der Liste eines Lesekreises steht, an dem ich im September teilnehme. Da ich für diese Septemberrunde "Die Musik des Zufalls" von Paul Auster vorgeschlagen habe, bisher aber noch nichts von Hustvedt, die ja mit Auster verheiratet ist, gelesen habe, passt auch dieses Buch perfekt in den Lesemonat. Der Klappentext verspricht: ""Die Leiden eines Amerikaners" ist ein Buch für all jene, die ihre kostbare Lesezeit nur mit vollkommen gelungenen Romanen verbringen möchten.". Ich würde mir wünschen, dass dieses Versprechen eingelöst wird und werde hier berichten.

"Das brennende Mädchen" von Claire Messud und "Uns gehört die Nacht" von Jardine Libaire sind zwei Neuerscheinungen aus dem Juli bzw. August, die mich sowohl vom Cover als auch von ihrem Klappentext angesprochen haben. Kurzerhand sind auch sie auf dem Stapel gelandet. Obwohl zu beiden auf den diversen Buchblogs oder bei Instagram zahlreiche Vorabrezensionen zu finden sind, habe ich auch hier vermieden mir vorher die Meinungen von anderen anzusehen. Beide Bücher treffen mich als völlig unvoreingenommen an.

Komplettiert wird meine August-Auswahl durch "Die Hochzeit der Chani Kaufmann" von Eve Harris. Dieses Buch ist mir schon mehrfach von meiner Kollegin ans Herz gelegt worden, doch immer fehlte mir die Zeit. Die nächten Wochen sollen das ändern.

Ich bin gespannt in welche mir fremden Welten ich durch die Bücher abtauchen und auf welche Frauengestalten ich in den Büchern treffen werde. Kontinuierlich werde ich von meine Leseeindrücken berichten.

Bücher übers Aufräumen oder Entrümpeln sind mir sehr häufig sehr zuwider. Dieses Buch verspricht aber etwas ganz anderes. Es erklärt den Weg des Autors von einem "normalen" Leben zu einem minimalistischen Lebensstil, der nicht beim Entsorgen von alten Gegenständen endet, sondern der alle Bereiche des Lebens tangiert und zu ändern vermag. Nicht nur das Cover und der Titel sprechen mich direkt an, auch die Idee durch das Loslassen von Gegenständen und belastenden Situationen oder Beziehungen zu einem zufriedeneren Selbst zu gelangen gefällt mir sehr. Es ist eine Erfahrung, die ich in kleinem Rahmen schon selbst gemacht habe. Wie jemand sein ganzes Leben minimalistisch gestaltet und welche Tipps er weitergibt, interessiert mich daher sehr. Vielleicht ist ja auch für mich etwas dabei?

Nach der Lektüre von Svenja Flaßpöhlers "Die potente Frau" bin ich im Gespräch mit einer Kundin auf dieses kleine Buch aufmerksam geworden. Die Autorin Mary Beard ist nicht nur Historikerin, sondern auch Frauenrechtlerin, die seit langem Frauenfeindlichkeit und Sexismus anprangert. In diesem Buch, so der Guardian, zeigt Mary Beard, "wie Frauenfeindlichkeit funktioniert und warum sie sich so hartnäckig hält". Nachdem der Ansatz von Flaßpöhler in meiner Erinnerung noch präsent ist, bin ich gespannt ob und wie Beard sich über die historische Herleitung von Frauenfeindlichkeit hinaus zu aktuellen Debatten positioniert und welche Schlüsse sie daraus zieht.

Wochen- und monatelang steht dieses kleine unscheinbare Buch schon auf den Bestsellerlisten und immer wieder hat mich dieser Titel angesprochen: "Die Freiheit, frei zu sein.". Was genau meint das Wort "Freiheit" eigentlich und was bedeutet es "frei zu sein"? Bisher habe ich mir ganz persönlich über diese Fragen noch keine Gedanken gemacht, zu selbstverständlich ist es, dass wir uns in Deutschland und in Europa als freie Menschen fühlen dürfen. Im Rahmen von gesellschaftspolitischen Entwicklungen wird es jedoch meiner Meinung nach wichtig werden, sich bewusst zu sein, was genau "Frei sein" eigentlich bedeutet und wofür es sich also lohnt einzustehen. Genau JETZT ist also der richtige Zeitpunkt für diesen Essay, den Hannah Arendt bereits 1963 verfasste und der bis heute wohl nichts an Aktualität verloren hat.

Zu guter Letzt und für mich ganz außergewöhnlich ist in dieser Woche eine Graphic Novel bei mir eingezogen. Durch Instagram bin ich in der vergangenen Woche auf dieses Buch aufmerksam geworden und dachte mir, dass ich unbedingt hineinsehen muss. Jetzt habe ich schon ein bisschen hineingeschnuppert und freue mich sehr auf die Lektüre, denn auch ich dachte "YES", als ich damals als Doktorandin angenommen worden bin. Nach und nach hat sich der Traum dann als stellenweise etwas spröde erwiesen. Jeder, der promoviert hat wird diese Tage kennen, an denen man sich fragt, was man da eigentlich macht und warum um alles in der Welt man sich das eigentlich antut. Schon die fünf Bilder auf der Rückseite lassen mich schmunzeln und steigern meine Vorfreude...

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