Aktuelle Lektüre - weil ein Buch alleine manchmal nicht ausreicht

Manchmal, sehr selten, fast nie passiert es, dass ich zwei Bücher parallel lese. Gerade ist einer dieser seltenen Momente.
Meine Kollegin hat mir Katrine Engbergs "Krokodilwächter" nicht nur ausgeliehen, sondern mir in den höchsten Tönen davon vorgeschwärmt. Vor etwa einer Woche habe ich mit der Lektüre begonnen, bin aber noch nicht sehr weit gekommen. Vielleicht liegt es daran, dass auch in diesem Roman das Opfer durch Schnitte verunstaltet wurde und ich gedanklich noch bei Sven Kochs Runen-Killer bin? Ich gebe jedoch nicht auf, lese bei den heißen Temperaturen sowieso erstmal auf dem Reader weiter, um das Papier nicht wellig zu machen und werde dann einen zweiten Versuch wagen.


Meine immer noch aktuelle Lektüre

Wie auf dem Bild zu sehen, lese ich gerade "Wir müssen über Kevin reden", von Lionel Shriver.

Auf diesen Roman, der 2003 im Original erschien, 2006 auf Deutsch übersetzt wurde und der 2011 verfilmt wurde, bin ich durch die Lektüre von "Das Mädchen, das in der Metro las" (Christine Féret-Fleury) gestoßen. In diesem Roman reist Juliette in einem Bulli mit zahlreichen Büchern durch das Land, um für jeden das richtige Buch zu finden.Im Anhang befindet sich eine Liste der entsprechenden Bücher und genau dort habe ich dieses Buch für mich entdeckt.Bisher bin ich sehr zufrieden!

 

Kleines Update: Ich lese nun schon seit mehreren Tagen an diesem Buch, dass einerseits einen wahnsinnig eindringlichen Sprachstil hat, der mich unglaublich begeistert andererseites inhaltlich so entsetzlich ehrlich ist, dass es an manchen Stellen körperlich schmerzt. Es ist keine einfache Lektüre, kein Roman zum "wegschmökern", aber ich genieße jedes Wort, denke mit, reflektiere den Inhalt und gleichzeitig mich selbst. Es bleibt also vorläufig dabei: Bisher bin ich sehr zufrieden, bis zu meinem endgültigen Leseeindruck wird es aber noch ein paar Lesestunden dauern.

Weiteres Update: Zur Zeit ruht Kevin auf meinem Wohnzimmertisch. Irgendwie ist es zu warm für dieses Buch und es gab einige Dinge, die erledigt werden mussten, so dass für dieses besondere Buch nicht genug Raum blieb. Bevor ich es nebenbei weglese und mir dabei vieles entgeht, habe ich es lieber auf die Seite gelegt, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.