Neuzugang und neues Experiment

Nachdem ich den ersten Versuch mit mir und einem Lesekreis für gescheitert erklärt habe (siehe hier), werde ich es erneut wagen. Auf Instagram hat sich auf Initiative von @mariachristinapiwowarski @mariaslesekreis gegründet. Zur Auswahl standen sechs Bücher, von denen "Der Garten über dem Meer" dann die meisten Stimmen erhalten hat.
Klar habe ich mir das Buch sofort im Buchladen meines Vertrauens besorgt und erfreue mich bis zum 1. September, wenn es offiziell mit dem Lesen losgeht, schon mal an dem wundervollen Cover.

 


Neuzugänge im Juli

Seit Jahr und Tag, eigentlich seit dem Beginn meiner Ausbildung zur Buchhändlerin, kaufe ich meine Bücher selber oder suche mir meine Lektüre aus der unermesslichen Flut an Neuerscheinungen selber aus. Das jemand mir ein Buch schenkt kommt quasi nicht vor. Im Juli hat mich der Herzensmensch dann überrascht. Gleich zwei Bücher habe ich geschenkt bekommen - Weihnachten und Ostern an einem Tag. Und nicht nur mein Coverherz, sondern auch mein Krimiherz schlagen höher. Von beiden Autorinnen habe ich bislang noch nichts gelesen, aber zumindest von Sabine Thiesler schon sehr viel Gutes gehört.

Und Zack ist neue Buchpost bei mir angekommen! Zwei österreichische Krimis, die ich in den nächsten Wochen lesen werde. Gerhard Langer ist mir ein Begriff durch den Vorgänger "Gnädig ist der Tod", der im vergangen Sommer erschienen ist und auf den ich mich sehr gefreut hatte. Warum Langer mich mit seinem Debüt dann leider doch nicht überzeugen konnte könnt ihr hier noch einmal nachlesen. Dennoch bin ich gespannt auf diesen zweiten Wien-Krimi.

Und auch bei "Mühlviertler Rache" handelt es sich um einen zweiten Teil, dessen Vorgänger ebenfalls 2018 erschienen ist. Der erste Teil konnte insbesondere durch viel Lokalkolorit und die beiden sympathischen Kommissare punkten. Ich bin gespannt, wie Eva Reichl die beiden weiterentwickelt.


Neuzugänge im Juni

Etliche Bücher sind im Juni bei mir eingezogen - die allermeisten auf Empfehlungen von lieben Menschen.
"Reality Show" von Amélie Nothomb hatte ich bei @papierstaupodcast (Außerhalb von Instgram findet ihr sie hier.) gesehen. Das Thema des Buches, die Einrichtung eines Lagers, ähnlich der Konzentrationslager der Nazis, und eine damit verbundene TV-Show hat mich direkt interssiert. Mittlerweile habe ich das Buch auch schon gelesen und kann sagen, die Papierstaupodcaster haben nicht zuviel versprochen.

"Untenrum frei" von Margaret Stokowski habe ich bei der wunderbaren Yvonne @dry.schauch (Sie hat ebenfalls einen tollen Blog, den ihr hier findet.) gesehen. Sie hat nicht zuviel verraten, mich aber sehr neugierig gemacht. ich bin gespannt, was mich erwartet.

Und dann ist der Stapel ungelesener Bücher noch um diese drei Schätze reicher geworden. "Alles Licht, das wir nicht sehen" ist die Empfehlung eines ganz lieben Freundes, der ich einfach folgen musste.

Und aufgrund meiner Begeisterung für "Neujahr" und "Nullzeit" habe ich entschieden nun nach und nach das Gesamtwerk von Juli Zeh zu erkunden. Nach einer intensiven Beratung durch meine Kollegin habe ich mich für "Spieltrieb" und "Corpus Delicti" entschieden, die ich in naher Zukunft lesen möchte.

 


Alles neu macht der Mai -

meine jüngsten Neuzugänge

Ich habe meine Kollegin in der Buchhandlung besuchen wollen, um bei der Gelegenheit "Die juristische Unschärfe einer Ehe" von Olga Grjasnowa abzuholen, das ich bei Instagram gesehen und sofort bestellt hatte. Grjasnowa steht schon seit 2012 auf meiner Leseliste mit ihrem Debüt "Der Russe ist einer, der Birken liebt". Nachdem ich so lange mit dem Lesen gezögert habe, werde ich in das Werk der 1984 in Aserbaidschan geborenen Autorin jetzt mit ihrem zweiten Roman aus dem Jahr 2014 starten.

Und wo ich schon im Buchladen war, habe ich auch "Stoner" von John Williams auf meinen Stapel gepackt. Meine liebe Insta-Seelenschwester @dry.schauch hat so von diesem Buch geschwärmt, dass ich es jetzt ganz dringend bald lesen muss, um mir einen eigenen Eindruck zu machen. Der Roman ist bereits 1965 erstmals erschienen und war lange in Vergessenheit geraten. Erst nach einer Neuauflage 2006 wurde der Roman von der Kritik wahrgenommen und schließlich 2013 ins Deutsche übersetzt. Weitere sechs Jahre später ist der Roman nun auch bei mir angekommen.

 

Und dann ist die Situation eskaliert. Wenn man in einem Buchladen arbeitet, kennt man dieses Gefühl gar nicht mehr, zu stöbern, schöne Bücher zu entdecken und einfach zu kaufen. Jetzt wo ich krank geschrieben bin, habe ich dieses wunderbare, beinah vergessene Gefühl voll ausgekostet.

 

So kam es, dass auch Juli Zehs "Nullzeit" auf meinem Stapel gelandet ist. Von ihr hatte ich im vergangenen Jahr "Neujahr" gelesen. Es war damals meine erste Juli Zeh und ich war hin und weg, vielleicht erinnert ihr euch. Und dann liegt da "Nullzeit" im Laden und klingt so interessant und hat ein absolut bezauberndes Cover - was soll ich mehr sagen...

Und fast dachte ich, dass ich nun meinen Lesevorrat genug aufgestockt hätte, da sah ich einen neuen Band der Peter-Grant-Reihe von Ben Aaronovitch. Daran konnte ich natürlich auf keinen Fall vorbeigehen! Bislang habe ich alle Fälle des jungen Constable verfolgt, der gemeinsam mit seinem Lehrer, dem letzten aktiven Zauberer unter der britischen Krone Thomas Nightingale, in allen Fällen in London ermittelt, bei denen Magie im Spiel ist. Die Mischung aus Magie in unserer heutigen Welt, der Verschiedenheit der Fälle und die Tatsache, dass die Bücher von Band zu Band immer besser werden, machen für mich den besonderen Reiz aus. Ob meine Erwartungen erfüllt werden, lasse ich euch sicher beizeiten wissen.


Lesevorhaben im Januar 2019

In der Hoffnung, dass der Januar kalt und weiß wird, ähnelt die Auswahl der Bücher, die im Januar auf den Lesestapel auf dem Couchtisch wandern, den im Dezember gelesenen.

Peter Stamm ist schon lange überfällig. Die Kürze seiner Romane wird meiner Leseflaute sicher abhelfen und meinen Lesemuskel schmieren.

Auch Gerhard Jäger steht schon länger in meinem Regal ungelesener Bücher. Nicht nur meine Kollegin @silvercardriver sondern auch die beiden Bloggerinnen von @kejas.blogbuch sowie die wunderbare @lalenaparadiso haben dieses Buch sehr gemocht und in den Kommentaren zu einem meiner Instagram-Posts so gelobt, dass die Lektüre jetzt dringend fällig ist.
Und last but not least einer meiner letzten 2018er-Neuzugänge, Ulla-Lena Lundberg mit "Eis". Ein Buch, das mich nicht nur vom Cover anspricht. Ich freue mich schon, mich auf die Örar-Inseln entführen zu lassen - eine Inselgruppe von deren Existenz ich vor Kurzem nicht mal wusste.

Ich freue mich auf den Januar, auf neue Bücher, neue Geschichten und neue Abenteuer!


Neues Jahr - neue Neuzugänge - Januar 2019

Drei Bücher sind im Januar bei mir eingezogen. Zwei Bücher erscheinen in diesem Frühjahr, eines ist in dieser Woche erschienen.


"Die Verlobten des Winters" ist der erste Teil der Spiegelreisenden-Saga, die in Frankreich sehr erfolgreich seit 2013 erscheint. Der vierte Band erscheint dort gerade. Nun hat sich der Insel-Verlag dazu entschieden die Reihe auf Deutsch herauszugeben und das, obwohl es sich um eine Young-Adult-Reihe handelt, die doch sonst so gar nicht in das gängige Insel-Programm gehören. Ich freue mich schon sehr und bin unheimlich gespannt auf den Einstieg in die Spiegelreisenden-Saga und meinen Ausflug in dieses Genre, das sonst auch so gar nicht zu mir passt.

Als zweites hat ein Buch aus dem neuen Diogenes-Frühjahrsprogamm den Weg auf meinen Stapel zu lesender Bücher gefunden. Von Daniela Krien habe ich bisher noch nichts gelesen. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Meine Kollegin ist jedenfalls schon so begeistert gewesen, dass ich mir die Lektüre nicht entgehen lassen möchte.

 

Das dritte Buch war "Das Schweigemädchen" von Elisabeth Norebäck, das ich sofort lesen musste - ihr habt es oben sicher schon entdeckt.


Neuzugang - Dezember 2018

Instagram und die dort gezeigten Bücher sind in manchen Situationen sehr gefährlich für mich. Als ich nach der Lektüre von "Herz aus Eis" von Isabelle Autissier am Wochenende dort einen Post verfasst hatte, bin ich durch einen Zufall auf "Winter in Maine" von Gerard Donovan aufmerksam geworden. Eine spannende Story ganz nach meinem Geschmack (und schon wieder so ein schönes Cover - ihr ahntet es schon), das auch noch winterliche Stimmung vermittelt. Ich bin sehr gespannt auf die Lektüre, insbesondere da so vielen das Buch wirklich gut gefallen hat.
Mit diesem Buch scheint es also besiegelt, dass der Lesemonat Dezember sehr schnee- und eislastig wird. Es bleibt spannend, welche Bücher noch einziehen werden (ein paar habe ich schon im Visier) und welche Bücher aus dem Regal ungelesener Bücher eventuell auf den Wohnzimmertisch umziehen dürfen. Ich werde berichten!

Was die Neuzugänge angeht war der Dezember ein sehr ruhiger Monat. Neben dem bereits erwähnten (und nun schon gelesenen) "Winter in Maine" von Gerard Donovan ist nur Ulla-Lena Lundbergs Roman "Eis" bei mir eingezogen.
Abgesehen davon (ihr ahnt es schon), dass das Cover einfach ein wahres Fest ist, freue ich mich schon sehr auf die Geschichte, die mich auf die Örar-Inseln, eine Inselgruppe zwischen Finnland und Schweden, entführen wird. Stille, Einsamkeit, rauhe Landschaft, unsichtbare uralte Mächte und an die Umgebung angepasste Figuren, dass ist es, was ich mir von diesem Buch erhoffe. Ich freue mich sehr auf dieses Buch, dessen Lektüre ich mir für den Januar vorgenommen habe.


Neuzugänge und aktuelle Lektüre - Dezember 2018

Direkt Anfang Dezember sind zwei neue Bücher bei mir eingezogen. "Das Leuchten am Rand der Welt" von Eowyn Ivey und "Herz auf Eis" von Isabelle Autissier. Beide sind mal ganz abgesehen von ihrem interessanten Inhalt absolute Fälle von #coverliebe - sind sie nicht wunderschön?

Isabelle Autissiers Roman über ein Paar, das aus seinem Alltag ausbricht, eine Weltumsegelung macht, dabei auf einer unbewohnten Insel nahe der Antarktis stranden und sich in dieser extremen Situation ein existentieller Kampf ums Überleben beginnt, ist gerade Ende November erschienen. Dem Buch konnte ich nicht lange widerstehen und habe es direkt am ersten Dezemberwochenende verschlungen. Bevor ich dazu komme hier eine ausführliche Rezension zu veröffentlichen sei verraten, dass dieses Buch mich einfach umgehauen hat. Es ist ein Buch, das beim Lesen einiges abverlangt, das lange nachhallt und zum Nachdenken anregt.

Eowyn Iveys Roman interessiert mich deshalb, weil mir ihr erster Roman "Das Schneemädchen" unglaublich gut gefallen hat. Wie schon der Vorgänger spielt diese Geschichte Ende des 19. Jahrhunderts in Alaska. Als Leser begleiten wir Sophie Forrester, eine Vogelkundlerin, und ihren Mann Lieutenant Allen Forrester auf eine Expedition, die den Wolverine River erforschen soll. Noch bin ich in der Geschichte nicht sehr weit fortgeschritten, aber bislang zieht es mich sehr mit und ich bin gespannt, wo die Reise hinführen wird.


Neuzugänge - 08.-28. Oktober 2018

Plötzlich wurde es voll in dem Regal ungelesener Bücher. Der Oktober hat mir unverhofft eine Vielzahl neuer Bücher beschert, von denen das Bild nur eine kleine Auswahl zeigt. Einerseits habe ich viele Rezensionsexemplare bekommen, die in den kommenden vier Wochen bearbeitet werden wollen, darunter unter anderem "Über das Licht gedreht" und "Widerschein". Aber es sind auch einige Bücher neu hinzugekommen, für die ich mich privat interessiere. So zum Beispiel Lukas Rietzschels Roman "Mit der Faust in die Welt schlagen" oder "Alle, außer mir" von Francesca Melandri. Das erste ist ein Nachwende-Roman, der von den positiven Rezensionsstimmen für seine knappe Sprache und seine nüchterne Erzählweise gelobt wird und daher mein Interesse geweckt hat. (Fun-Fact: Dies ist genau der Punkt, der in den negativen Rezensionen als größter Kritikpunkt genannt wird.) Das zweite wurde auf der Buchmesse mit dem Preis "Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels" ausgezeichnet. Keine Frage, dass ich es da natürlich auch lesen möchte.
Nach und nach werde ich hier von diesen Büchern berichten.


Neuzugänge der Woche - 01.-07. Oktober 2018

Verrückt, aber wahr: Diese Woche ist kein neues Buch bei mir eingezogen. Trotzdem gibt es keine Zeit zum Entspannen, denn das Regal mit den ungelesenen Büchern ist zum Bersten gefüllt. Bevor also bald wieder neue Bücher eintrudeln gilt es schnell wieder ein bisschen Platz zu schaffen.
Langsam wird es auch mal wieder Zeit das Regal kritisch durchzusehen und zu entscheiden, ob wirklich alles noch gelesen werden will. Manchmal landet ein Buch ja auch nur aus einer Laune heraus in diesem Regal und nicht aus ernsthaftem Interesse. Geht es euch auch so? Trennt ihr euch auch mal von ungelesenen Büchern? Und trennt ihr euch generell von Büchern?


Neuzugänge der Woche - 24.-30. September 2018

Zwei Bücher sind in dieser Woche nicht nur neu erschienen, sondern haben auch direkt den Weg auf meinen Lesestapel gefunden.
Bei "Escape Room - Nur drei Stunden" von Chris McGeorge konnte ich nicht warten und habe es sofort verschlungen und es hat sich gelohnt (siehe hier). William Gibsons "Peripherie" wartet noch auf mich. Vielleicht eines der Bücher für den neuen Lesemonat?


Neuzugänge der Woche - 10.-16. September 2018

Drei Bücher haben diese Woche den Weg zu mir gefunden.
Wobei ich mit Juli Zeh hier ein bisschen schummel. Das Leseexemplar von "Neujahr" liegt schon eine ganze Weile in meinem Regal mit den ungelesenen Büchern. Als dann an meinem ersten Arbeitstag nach meinem Urlaub das Buch offiziell erschienen ist und ich sowieso grade ein Buch beendet hatte, habe ich die Juli Zeh aus dem Regal hervorgekramt und sofort verschlungen.

 

Als dann diese Woche in Amerika Frauen in roten Roben stumm demonstriert haben, hielt ich es für dringend angebracht endlich die entsprechende Romanvorlage von Margaret Atwood "Der Report der Magd", die bereits 1985 erschien und für das Atwood mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde zu lesen. Ich bin schon sehr gespannt, immerhin bin ich mit Atwoods letztem Buch "Die Gabe" nicht wirklich warm geworden. Vielleicht bekomme ich ja über dieses Buch einen Zugang zur Autorin.

Dann war in dieser Woche die Vertreterin des Penguin-Verlags bei uns in der Buchhandlung und hat uns "Mein Ein und Alles" von Gabriel Tallent sehr ans Herz gelegt. Schwupps, habe ich also das Leseexemplar mit nach Hause genommen und gleich die ersten Seiten gelesen. Das Buch beginnt sehr fesselnd und interessant, das Thema ist jedoch sehr anstrengend und aufwühlend. Ich werde weiter berichten.


Neuzugänge der Woche - 27. August - 02. September 2018

Als Arbeitsexemplare für meine Tätigkeit als Rezensentin sind diese drei Bücher bei mir eingetroffen. Leider hatte ich noch keine Gelegenheit ausführlich in die Bücher hineinzustöbern, so dass ich noch überhaupt nicht weiß, was mich hier in den nächsten Wochen erwartet. - Ich werde berichten, sobald ich mir eine erste Meinung bilden konnte.

Update: Mittlerweile habe ich ein bisschen in den Klappentexten gestöbert und beschlossen, dass ich Andreas Martin Widmanns "Messias" zuerst beginnen werde. Von Widmann habe ich vor vielen Jahren "Die Glücksparade" gelesen und kann mich erinnern, dass ich sehr begeistert war von dem schnörkellosen, einfühlsamen, leisen Debüt. Ich bin schon gespannt, ob auch sein zweiter Roman einen ähnlichen Stil hat oder ob einen neuen Weg einschlägt.

An Anneliese Mackintoshs Roman kann ich auf den ersten Blick nichts positives finden. Schon den Titel "Verdammt perfekt und furchtbar glücklich" finde ich irgendwie abstoßend, genau wie das Cover in rosa mit dieser sittsam sitzenden Frau. Auch der Klappentext kann keine positiven Leseerwartungen bei mir wecken: eine Protagonistin, die ihre Sorgen und ihre zerstörerische Affäre in zuviel Alkohol ertränkt und auch sonst in ihrer Familie und ihrem Umfeld nur Schwierigkeiten zu haben scheint. Und wenn The Daily Mail zu dem Buch schreibt: "Man muss dieses Buch lieben, vor allem das Bild dieser funkelnden Großstadt-Singlefrau, die versucht, diesmal alles richtig zu machen - [...]" dann wird mir beinah Angst und Bange vor all den Klischees, die sich vor meinem inneren Auge abspulen. Da es sich um ein Arbeitsexemplar handelt: Augen zu und durch... ich werde weiter berichten.

Und zu guter Letzt Thomas Hürlimann, dessen Name für sich spricht. Mittlerweile habe ich einige sehr positive Rezensionen zu "Heimkehr" gehört und gelesen und freue mich sehr schon bald meinen ersten Hürlimann lesen zu können. Der Inhalt klingt in jedem Fall spannend!


Neuzugänge der Woche - 06.-12. August 2018

Nur gutes habe ich bisher über Meg Wolitzer gelesen, habe aber noch nie etwas von ihr gelesen. Da Feminismus und Frauenbewegung für mich gerade Themen sind die mich interessieren, bei denen ich weiterlesen und mich einbringen möchte, wird es Zeit meine Bildungslücke zu füllen und mich Wolitzers aktuellem Roman zu widmen.

Es passt darüberhinaus wie selbstverständlich auch zu meinem aktuellen Monatsthema.

 

Als Arbeitsexemplare für meine Tätigkeit als Rezensentin haben mich in dieser Woche diese beiden Bücher erreicht. Didi Drobnas zweiter Roman wird meine erste Didi Drobna werden. Passenderweise haben Mareike und Maike von Herzpotenzial.de zu einer Leserunde aufgerufen (siehe auch unter meiner aktuellen Lesewoche), so dass ich dieses Buch in guter Gesellschaft lesen werde.
Der Roman von Marie Modiano ist ebenfalls ein zweiter Roman, aber ihr erster ins Deutsche übertragene - eine Geschichte, die in der Welt der Schauspielerei spielt. Ich bin sehr neugierig auf den schmalen, wunderschön gestalteten Band, der in der Edition Blau erschienen ist.

Von Peter Stamm habe ich bisher "Weit über das Land" und "Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt" gelesen. Das erste gehört seitdem zu meinen absoluten Allzeit-Lieblingsbüchern, das zweite konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Daher wird es Zeit mehr von Peter Stamm zu lesen.
Als Debütliebhaberin darf "Agnes" also auf keinen Fall fehlen. Und nicht nur um in der Romanreihenfolge zu bleiben, sondern auch wegen seines "kühlen" Covers (bei der Wärme draußen vor der Tür) dachte ich "Ungefähre Landschaft" bietet sich ebenfalls an.

Bei der Durchsicht der Verlagskataloge war mir in der vergangenen Woche dieses Buch ins Auge gesprungen. Allein Cover und Titel sprechen mich unglaublich an. Das Dunkle des Covers und die überblendete und verschwimmende Schrift wirken geheimnisvoll. Die Aussage des Titels steht dazu im Kontrast. Es steht demnach außer Frage, dass Alice etwas weiß, als ihr Mann Edward unter Mordverdacht gerät. Der Klappentext verspricht ein Netz aus Lügen, aus dem es kein Entkommen gibt. Ich brenne sehr auf diese Geschichte und habe mir die Lektüre für die aktuelle Lesewoche vorgenommen.


Neuzugänge der Woche - diesmal ziemlich viele - 30. Juli - 05. August 2018

In der vergangenen Woche sind vergleichsweise viele wahnsinnig interessante Bücher neu bei mir eingezogen auf die ich mich sehr freue. Nicht nur Bücher für meinen Lesemonat August, den #WITmonth, den Women in Translation Month (dazu an anderer Stelle mehr), sondern auch Bücher zur Abkühlung bei der derzeitigen Hitze, zwei Sachbücher, ein Essay und eine Graphic Novel haben meinen Weg gekreuzt.
Die Leseauswahl-August, die auf dem Bild zu sehen ist, setzt sich zusammen aus drei Büchern, die schon länger in meinem Regal ungelesener Bücher standen, und drei Büchern, die in dieser Woche anlässlich des Themenmonats neu hinzugekommen sind.

Schon vor einer ganzen Weile bin ich auf  "Bilqiss" von Saphia Azzeddine aufmerksam geworden. Das Buch besticht nicht nur durch sein wunderschönes Cover sondern auch durch seinen Klappentext, der eine "...völlig unwahrscheinliche Geschichte einer freien Frau in einem islamischen Land" verspricht. Bisher habe ich nicht die Zeit gefunden, die dieses Buch sicher verdient. Das möchte ich in diesem Monat ändern.
Auch "Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee steht schon einige Zeit in meinem Regal. Ich bin durch "Das Mädchen, das in der Metro las" (Christine Féret-Fléury) auf den Roman aufmerksam geworden und war von dem Titel direkt angesprochen. Um meinen Leseeindruck nicht zu beeinflussen habe ich bisher vermieden mir die unzähligen existierenden Rezensionen anzusehen. Ich weiß also nicht mehr über den Roman als mir der Klappentext verrät. Demnach versetzt mich der Roman in die amerikanischen Südstaaten der 1930er Jahre... ich bin gespannt wohin mich die Handlung führt.
Siri Hustvedts "Die Leiden eines Amerikaners" stand bereits in meinem Regal, weil es auf der Liste eines Lesekreises steht, an dem ich im September teilnehme. Da ich für diese Septemberrunde "Die Musik des Zufalls" von Paul Auster vorgeschlagen habe, bisher aber noch nichts von Hustvedt, die ja mit Auster verheiratet ist, gelesen habe, passt auch dieses Buch perfekt in den Lesemonat. Der Klappentext verspricht: ""Die Leiden eines Amerikaners" ist ein Buch für all jene, die ihre kostbare Lesezeit nur mit vollkommen gelungenen Romanen verbringen möchten.". Ich würde mir wünschen, dass dieses Versprechen eingelöst wird und werde hier berichten.

"Das brennende Mädchen" von Claire Messud und "Uns gehört die Nacht" von Jardine Libaire sind zwei Neuerscheinungen aus dem Juli bzw. August, die mich sowohl vom Cover als auch von ihrem Klappentext angesprochen haben. Kurzerhand sind auch sie auf dem Stapel gelandet. Obwohl zu beiden auf den diversen Buchblogs oder bei Instagram zahlreiche Vorabrezensionen zu finden sind, habe ich auch hier vermieden mir vorher die Meinungen von anderen anzusehen. Beide Bücher treffen mich als völlig unvoreingenommen an.

Komplettiert wird meine August-Auswahl durch "Die Hochzeit der Chani Kaufmann" von Eve Harris. Dieses Buch ist mir schon mehrfach von meiner Kollegin ans Herz gelegt worden, doch immer fehlte mir die Zeit. Die nächten Wochen sollen das ändern.

Ich bin gespannt in welche mir fremden Welten ich durch die Bücher abtauchen und auf welche Frauengestalten ich in den Büchern treffen werde. Kontinuierlich werde ich von meine Leseeindrücken berichten.

Bücher übers Aufräumen oder Entrümpeln sind mir sehr häufig sehr zuwider. Dieses Buch verspricht aber etwas ganz anderes. Es erklärt den Weg des Autors von einem "normalen" Leben zu einem minimalistischen Lebensstil, der nicht beim Entsorgen von alten Gegenständen endet, sondern der alle Bereiche des Lebens tangiert und zu ändern vermag. Nicht nur das Cover und der Titel sprechen mich direkt an, auch die Idee durch das Loslassen von Gegenständen und belastenden Situationen oder Beziehungen zu einem zufriedeneren Selbst zu gelangen gefällt mir sehr. Es ist eine Erfahrung, die ich in kleinem Rahmen schon selbst gemacht habe. Wie jemand sein ganzes Leben minimalistisch gestaltet und welche Tipps er weitergibt, interessiert mich daher sehr. Vielleicht ist ja auch für mich etwas dabei?

Nach der Lektüre von Svenja Flaßpöhlers "Die potente Frau" bin ich im Gespräch mit einer Kundin auf dieses kleine Buch aufmerksam geworden. Die Autorin Mary Beard ist nicht nur Historikerin, sondern auch Frauenrechtlerin, die seit langem Frauenfeindlichkeit und Sexismus anprangert. In diesem Buch, so der Guardian, zeigt Mary Beard, "wie Frauenfeindlichkeit funktioniert und warum sie sich so hartnäckig hält". Nachdem der Ansatz von Flaßpöhler in meiner Erinnerung noch präsent ist, bin ich gespannt ob und wie Beard sich über die historische Herleitung von Frauenfeindlichkeit hinaus zu aktuellen Debatten positioniert und welche Schlüsse sie daraus zieht.

Wochen- und monatelang steht dieses kleine unscheinbare Buch schon auf den Bestsellerlisten und immer wieder hat mich dieser Titel angesprochen: "Die Freiheit, frei zu sein.". Was genau meint das Wort "Freiheit" eigentlich und was bedeutet es "frei zu sein"? Bisher habe ich mir ganz persönlich über diese Fragen noch keine Gedanken gemacht, zu selbstverständlich ist es, dass wir uns in Deutschland und in Europa als freie Menschen fühlen dürfen. Im Rahmen von gesellschaftspolitischen Entwicklungen wird es jedoch meiner Meinung nach wichtig werden, sich bewusst zu sein, was genau "Frei sein" eigentlich bedeutet und wofür es sich also lohnt einzustehen. Genau JETZT ist also der richtige Zeitpunkt für diesen Essay, den Hannah Arendt bereits 1963 verfasste und der bis heute wohl nichts an Aktualität verloren hat.

Zu guter Letzt und für mich ganz außergewöhnlich ist in dieser Woche eine Graphic Novel bei mir eingezogen. Durch Instagram bin ich in der vergangenen Woche auf dieses Buch aufmerksam geworden und dachte mir, dass ich unbedingt hineinsehen muss. Jetzt habe ich schon ein bisschen hineingeschnuppert und freue mich sehr auf die Lektüre, denn auch ich dachte "YES", als ich damals als Doktorandin angenommen worden bin. Nach und nach hat sich der Traum dann als stellenweise etwas spröde erwiesen. Jeder, der promoviert hat wird diese Tage kennen, an denen man sich fragt, was man da eigentlich macht und warum um alles in der Welt man sich das eigentlich antut. Schon die fünf Bilder auf der Rückseite lassen mich schmunzeln und steigern meine Vorfreude...


Neuzugang der Woche - 16.-22. Juli 2018

Diese Woche ist der neue Roman von Sylvie Schenk erschienen. Der Vorgänger "Schnell, dein Leben", eine Nachkriegsgeschichte zwischen Frankreich und Deutschland, hat mich am Anfang des Jahres auf ganzer Linie überzeugt. Restlos begeistert war ich, als ich Sylvie Schenk zum Internationalen Weltfrauentag 2018 auf einer Lesung erleben durfte. Sie war so voller Esprit und Freude und konnte den Inhalt ihres Buches absolut perfekt vermitteln. Als besonderes Highlight wurde sie von Heribert Leuchter auf der Klarinette begleitet. Seine Musikstücke haben die Lesesequenzen sehr gut ergänzt und den Zuhörer in eine völlig andere Welt versetzt. Seitdem freue ich mich auf ihren neuen Roman und war ganz aus dem Häuschen, als ich den Karton diese Woche geöffnet habe. Natürlich haben wir (meine Kolleginnen und ich) auch schon Karten für die nächste Lesung mit Sylvie Schenk im September!